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29.09.2026

Ein wichtiger Meilenstein vor dem Winter

Vier Monate vor der Eröffnung der Weltmeisterschaften 2027 biegt die Organisation auf die Zielgerade ein. Während die Temperaturen sinken, nimmt Schritt für Schritt alles Gestalt an. Die imposanten Tribünen im Zielgelände von Les Barzettes sind in den vergangenen Tagen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Nun stehen die letzten Anpassungen an.

Dabei handelt es sich um echte Detailarbeit, die traditionell mit der finalen Inspektion des Internationalen Ski- und Snowboardverbands (FIS) beginnt. Diese dauerte drei Tage und fand in der vorletzten Septemberwoche im Beisein aller Partner statt. «Es ist eine umfassende Standortbestimmung, bei der wir sicherstellen wollen, dass wir an alles gedacht haben», fasst Didier Défago, CEO des Organisationskomitees, zusammen.

 

«Es ist eine umfassende Standortbestimmung, bei der wir sicherstellen wollen, dass wir an alles gedacht haben»

Didier Défago, CEO des Organisationskomitees, Crans-Montana 2027

 

Während des Sommers besucht ein Team der FIS die verschiedenen Destinationen, die Austragungsorte des Alpinen Ski Weltcups sind, um diese traditionelle Inspektion durchzuführen. Bei Weltmeisterschaften ist ihre Bedeutung jedoch um ein Vielfaches grösser. «Das stimmt, hier ist es besonders wichtig, alle Details zu klären», erklärt Markus Waldner, Renndirektor des Männer-Weltcups.

Konkret geht es unter anderem darum, die Positionen der Kameras der TV-Sender zu überprüfen oder definitiv festzulegen, wo die Zwischenzeiten erfasst werden. Dazu begeht die Gruppe die Pisten von oben bis unten. Zu den Beteiligten gehören selbstverständlich mehrere Vertreterinnen und Vertreter der FIS, aber auch des Organisationskomitees, der RTS, von Swiss Timing und der Gemeinden des Hochplateaus.

Auch die Sicherheit ist eines der zentralen Themen dieser Inspektion. Die Positionierung der Netze und Airfences, die Standorte der gelben Flaggen zur Signalisierung eines Rennunterbruchs sowie die von den Athletinnen und Athleten einzuhaltenden Abläufe werden überprüft. Auf Grundlage dieses Austauschs kann die FIS ihren Safety Report erstellen und die Massnahmen, die während der Trainings und Wettkämpfe gelten werden, im Detail festlegen. Auch die Regeln bezüglich der Anwesenheit und der Bewegungen der Trainerinnen und Trainer sowie der Athletinnen und Athleten auf den Pisten werden geprüft, um die Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig den Schnee bestmöglich zu schonen.

Wenige Monate vor den ersten Rennen nimmt auch die Pistenpräparierung einen zentralen Platz in den Gesprächen ein. Die verschiedenen Beteiligten legen fest, in welchen Bereichen die Schneeproduktion verstärkt werden muss, wie der Schnee bearbeitet und präpariert wird und welche allfälligen Geländearbeiten notwendig sind, um bestimmte Abschnitte zu verbessern. Gleichzeitig werden auch die Grundzüge der künftigen Kurssetzungen besprochen.

In diesem Jahr wurde den technischen Disziplinen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da diese in den vergangenen Jahren nur selten in Crans-Montana ausgetragen wurden. Da für sämtliche Wettkämpfe nur ein Zielgelände zur Verfügung steht, stellt der Umgang mit dem Schnee im letzten Streckenabschnitt eine besondere Herausforderung dar. Die Kurssetzungen und die Präparierung müssen es ermöglichen, bestimmte Bereiche der Piste für die technischen Wettkämpfe der zweiten Woche zu schonen. Selbst wenn beispielsweise ein Teil des Geländes bei den ersten Rennen mit Salz behandelt werden muss, gilt es, für das weitere Programm eine ausreichend hochwertige Oberfläche zu erhalten.

 

«In den vergangenen beiden Jahren hatten wir hier Weltcuprennen in den Speeddisziplinen. Dadurch konnten wir viel Erfahrung sammeln und wissen, wie wir die Rennen im Februar präsentieren wollen.»

Markus Waldner, Renndirektor des Männer-Weltcups, FIS

 

Die Erfahrung von Crans-Montana ist dabei jedoch ein wertvoller Vorteil. Bei den Frauen hat die Piste Mont Lachaux seit mehreren Jahren bewiesen, dass sie den Anforderungen der besten Skifahrerinnen der Welt gerecht wird, und zählt mittlerweile zu den echten Klassikern des Weltcups. Bei der Piste Nationale sieht die Ausgangslage nicht grundlegend anders aus. Im Gelände wurden lediglich einige Anpassungen vorgenommen. «In den vergangenen beiden Jahren hatten wir hier Weltcuprennen in den Speeddisziplinen», erinnert Markus Waldner. «Dadurch konnten wir viel Erfahrung sammeln und wissen, wie wir die Rennen im Februar präsentieren wollen.» Die Rennlinie dürfte sich nicht wesentlich verändern, wird aber dennoch leicht optimiert. «Wir berücksichtigen die Rückmeldungen der Athletinnen und Athleten», so der Renndirektor des Männer-Weltcups weiter. «Bei den Sprüngen können wir noch etwas näher ans Limit gehen, um das Produkt noch attraktiver und die Bilder noch spektakulärer zu machen.» Im Februar wird sich zeigen, wie das Ergebnis aussieht.

Der Besuch der FIS in Crans-Montana bot zudem die Gelegenheit, sicherzustellen, dass kein organisatorischer Aspekt vergessen wurde. Die meisten Standorte, vom Medienzentrum bis hin zur Medal Plaza, wurden besichtigt. «Zwischen den verschiedenen Bereichen wird viel Koordination notwendig sein», betont Didier Défago und erinnert daran, dass sich die Organisation von Weltmeisterschaften nicht nur hinsichtlich ihrer Grösse, sondern vor allem auch aufgrund ihrer Dauer von einem Weltcup unterscheidet. Da diese Inspektion mehr als vier Monate vor den ersten Wettkämpfen stattfand, bleibt noch genügend Zeit, um die identifizierten letzten Anpassungen vor dem Wintereinbruch und der finalen Vorbereitungsphase umzusetzen. Nun ist die Maschinerie endgültig angelaufen.

Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie ein Video, das diesen wichtigen Schritt bei der Vorbereitung auf die Ski-WM nachzeichnet.

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