Beyond Time
Die Geschichte des alpinen Skisports in Crans-Montana
Seit 1911 prägt Crans-Montana die Geschichte des alpinen Skisports. Von den ersten Wettkämpfen bis heute war die Destination Austragungsort der bedeutendsten Veranstaltungen und brachte aussergewöhnliche Champions hervor. Diese Timeline zeichnet die wichtigsten Meilensteine dieses Erbes bis zu den FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften Crans-Montana 2027 nach.
1911
Die Geburtsstunde der Abfahrt
Am 7. Januar 1911 schrieb Crans-Montana Geschichte mit der Austragung des Roberts of Kandahar Challenge Cup, der als erstes Abfahrtsrennen auf Skiern gilt. Initiiert von Henry Lunn führte das Rennen vom Plaine-Morte-Gletscher nach Montana und markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des Skirennsports, wodurch Crans-Montana zu einem Pionier des modernen alpinen Skisports wurde.
Ab 1944
Meilensteine einer erfolgreichen Veranstaltungskompetenz
Bereits in der Nachkriegszeit prägten zwei Veranstaltungen die Sportgeschichte von Crans-Montana. Die Mont-Lachaux-Trophäe zog jedes Jahr die Elite des alpinen Skisports an. Gleichzeitig erlebte der Skibob-Sport einen bemerkenswerten Aufschwung, der 1969 mit den Weltmeisterschaften seinen Höhepunkt erreichte. Diese beiden Höhepunkte trugen zur Verbreiterung der Piste Nationale bei und bereiteten Crans-Montana darauf vor, die bedeutendsten internationalen Wettkämpfe auszurichten.
1977
Die ersten FIS Weltcuprennen in Crans-Montana
1977 war Crans-Montana erstmals Austragungsort eines FIS Weltcups und reiht sich damit neben Val d’Isère, Cortina, Adelboden, Wengen und Kitzbühel in die bedeutendsten Destinationen des internationalen Skisports ein. Nach den Austragungen von 1979, 1981 und 1986 wurden die hohe Qualität der Organisation und die gesammelte Erfahrung mit der Vergabe der Alpinen Ski Weltmeisterschaften 1987 belohnt.
1987
Weltmeisterschaften, die Geschichte schrieben
Im Februar 1987 war Crans-Montana Austragungsort der FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften, des grössten Sportanlasses, der je im Wallis organisiert wurde. Das Schweizer Team schrieb mit 14 Medaillen, darunter 8 Weltmeistertitel, Geschichte und stellte einen bis heute unübertroffenen Rekord auf. Über die sportlichen Erfolge hinaus würdigten diese Weltmeisterschaften das Know-how der Organisatoren und der Freiwilligen Helfer und hinterliessen einen bleibenden Eindruck in der Geschichte des alpinen Skisports.
1992 - 1998
Die Weltcupfinals
1992 kehrte der Weltcupzirkus nach Crans-Montana zurück, wo die Weltcupfinals ausgetragen wurden. Bei diesem bedeutenden Anlass traten Frauen und Männer in allen Disziplinen an, um die begehrten Kristallkugeln für die besten Skifahrerinnen und Skifahrer der Saison zu gewinnen.
1998 war das Hochplateau erneut Austragungsort dieses Events. Diese Ausgabe wurde vom 50. und letzten Sieg von Alberto Tomba, «La Bomba», geprägt, der an diesem Tag seine Karriere beendete.
2008
Die Rückkehr des Weltcups
2008 kehrte der Weltcup unter der Leitung von Marius Robyr und seinem Team nach Crans-Montana zurück. Lindsey Vonn gewann das erste Rennen dieser neuen Ära.
Ab 2012 kehrten auch die Männer auf die Piste Nationale zurück, wo Didier Cuche im Alter von 37 Jahren mit seinem Sieg im Super-G eine historische Leistung vollbrachte.
2011
Die Weltmeister von morgen in Crans-Montana
2011 war Crans-Montana Austragungsort der FIS Alpinen Junioren-Skiweltmeisterschaften, bei denen die besten Nachwuchstalente der Welt zusammenkamen. Auf der Piste Nationale machten Namen wie Wendy Holdener und Alexis Pinturault erstmals ein breites Publikum auf sich aufmerksam.
2016
Ein Klassiker im Frauen-Weltcup
Seit 2016 ist Crans-Montana zu einem Klassiker im Frauen-Weltcup geworden. Jeden Winter messen sich die besten Skifahrerinnen auf der Piste Mont Lachaux, die für ihren spektakulären und anspruchsvollen Verlauf bekannt ist.
Champions wie Lara Gut-Behrami, Sofia Goggia, Federica Brignone und Mikaela Shiffrin haben sich dort in die Siegerlisten eingetragen und dazu beigetragen, dass diese Weltcupstation zu einem festen Bestandteil des internationalen Rennkalenders geworden ist.
2019 - 2022
Eine erste Bewerbung, dann eine zweite
Getragen von den Erinnerungen an 1987 reichten die Organisatoren von Crans-Montana 2019 eine erste Bewerbung für die FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften 2025 ein. Trotz der Vergabe an Saalbach-Hinterglemm setzten sie ihre Bemühungen fort. 2022 vergab die FIS die FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften 2027 offiziell an Crans-Montana. Der Countdown begann.
Marius Robyr, Hugo Steinegger und Urs Lehmann waren die treibenden Kräfte hinter der erfolgreichen Bewerbung, die die Weltmeisterschaften 2027 zurück nach Crans-Montana brachte.
2023 - 2026
Eine neue Organisation auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften
2023 wurde der Verein Crans-Montana 2027 gegründet und ein neues Organisationskomitee aufgebaut, um die Vorbereitungen auf dem Weg zu 2027 schrittweise zu intensivieren.
Ab 2025 übernahm es die Verantwortung für die Organisation und begleitete die Rückkehr des Männer-Weltcups auf die Piste Nationale, die mit einem beeindruckenden Schweizer Dreifachsieg gebührend gefeiert wurde. Ein Jahr später fand die Hauptprobe vor den Weltmeisterschaften statt, bei der Frauen und Männer am selben Weltcup-Wochenende in Crans-Montana antraten.